Definition
Datenschutz beim Beratungsprotokoll umfasst alle Maßnahmen zum Schutz personenbezogener Daten, die im Rahmen der Versicherungsberatung erhoben, verarbeitet und gespeichert werden — insbesondere Gesundheitsdaten (Art. 9 DSGVO).
Rechtsgrundlage
- Art. 5 DSGVO — Grundsätze der Datenverarbeitung
- Art. 6 DSGVO — Rechtsgrundlage der Verarbeitung (Vertragserfüllung + berechtigtes Interesse)
- Art. 9 DSGVO — Verarbeitung besonderer Kategorien (Gesundheitsdaten)
- Art. 13, 14 DSGVO — Informationspflichten
- § 22 BDSG — Nationale Umsetzung für besondere Datenkategorien
Praxisrelevanz
Rechtsgrundlagen für Beratungsprotokolle: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung), Art. 6 Abs. 1 lit. c (rechtliche Verpflichtung nach § 61 VVG). Gesundheitsdaten: nur mit ausdrücklicher Einwilligung (Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO) oder für Versicherungszwecke (§ 22 Abs. 1 Nr. 1 lit. d BDSG). Aufbewahrung vs. Löschung: Spannungsfeld zwischen Aufbewahrungspflicht (10+ Jahre) und Löschpflicht (Datenminimierung). Technische Maßnahmen: Verschlüsselung, Zugriffskontrolle, pseudonymisierte Speicherung.
Häufige Fehler
- Gesundheitsdaten ohne Einwilligung verarbeiten — besondere Kategorien nach Art. 9 DSGVO erfordern extra Rechtsgrundlage
- Datenschutzhinweise nicht erteilen — jeder Kunde muss bei Ersterhebung informiert werden (Art. 13 DSGVO)