Definition
Die D&O-Versicherung (Directors and Officers Liability Insurance, Organ- oder Managerhaftpflichtversicherung) schützt Geschäftsführer, Vorstände und Aufsichtsräte vor persönlicher Inanspruchnahme wegen Pflichtverletzungen in ihrer Organfunktion.
Rechtsgrundlage
- § 43 GmbHG — Sorgfaltspflicht und Haftung des GmbH-Geschäftsführers
- § 93 AktG — Sorgfaltspflicht und Haftung des Vorstands
- § 116 AktG — Haftung des Aufsichtsrats
- § 93 Abs. 2 AktG — Business Judgment Rule
Praxisrelevanz
Versicherte: Geschäftsführer, Vorstände, Aufsichtsräte, leitende Angestellte. Gedeckt: Vermögensschäden durch Pflichtverletzungen, Verteidigungskosten, Freistellungsansprüche. Selbstbehalt: bei AG-Vorständen mind. 10% (§ 93 Abs. 2 AktG). Typische Deckungssummen: KMU 1-5 Mio. €, Mittelstand 5-25 Mio. €, Konzerne 50+ Mio. €.
Häufige Fehler
- D&O als Freibrief für riskante Entscheidungen verstehen — grobe Pflichtverletzungen können trotzdem zur persönlichen Haftung führen
- Selbstbehalt bei AG-Vorständen vergessen — § 93 Abs. 2 AktG verlangt mindestens 10%